Ein Ort, an dem man zusammenkommt und die Türen öffnet für Themen, die in der Schule noch viel zu wenig Platz finden: Genau das konnte die TINCON 2026 wieder sein.
“Die TINCON 2026 hat gezeigt, wie viel Potenzial in jungen Menschen steckt, wenn man ihnen eine echte Bühne gibt [...] Hier wird nicht von oben herab gesprochen, hier wird zusammen gedacht und gemeinsam gelernt”
Über drei Tage förderte die TINCON Berlin Medienkompetenz, Demokratiebildung und Wissensvermittlung bei 13- bis 25-jährige jungen Menschen anhand von aktuellen Themen aus ihrer Lebensrealität, von Politik über Popkultur bis hin zu Digitalem! Vom 18. bis 20. Mai kamen in der STATION Berlin fast 130 Speaker*innen und 5.000 Gäst*innen zusammen, um bei über 140 Talks, Panels, Workshops und Off-Stage-Programmpunkten zu diskutieren, denken und zu lernen.
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Schon mal von Looksmaxxing gehört?
Sich mit Hämmern oder Plastik-Gegenständen ins Gesicht schlagen - klingt verstörend, ist aber eine gefährliche Realität in den sozialen Netzwerken. Hier ist die Rede von “Looksmaxxing”, einem Online Trend, in dem es um Schönheit, Männlichkeit und Selbstoptimierung geht. Vanessa Schettle und Antonia Schmitz haben auf der TINCON darüber aufgeklärt und Schönheitsbilder im Zusammenhang mit politischen Vorstellungen analysiert.
Was passiert eigentlich, wenn in einer Großstadt plötzlich gar nichts mehr funktioniert? Kein Strom, kein Wasser, keine Wärme… Diesen Fragen und noch vielen mehr stellte sich Wirtschafts- und Energiesenatorin Franziska Giffey am ersten Tag. Besuchende konnten ihre Fragen mitbringen und in den Austausch mit der Berliner Senatorin treten.
“Die junge Generation spielt eine super wichtige Rolle, einfach auch, weil sie ganz anders kommuniziert und wir haben ja gesehen, wie wichtig auch in dieser Zeit, in diesen extremen Tagen die ganze Kommunikation war”
Doch das war nicht der einzige Programmpunkt, bei dem Jugendliche und ihre Fragen im Mittelpunkt standen. Salwa Houmsi, Dr. Hannes-Vincent Krause, Roland A. Stürz und Josephine B. Schmitt diskutierten ein halbes Jahr nach dem Inkrafttreten über Australiens Social-Media-Verbot. Bei dieser Diskussion war ein “Hot Seat” für Jugendliche reserviert: Eine direkte Intervention aus dem Publikum aus ihrer Perspektive war dadurch möglich und platzierte die Jugendlichen und ihre Perspektive als gleichwertigen Teil der Diskussion.
Körperbilder, Politik und Wirtschaft bildeten einen wichtigen Teil der Themen, waren aber natürlich nicht alles. Es gab auch Talks dazu, wie du mit Stipendien dein Leben nach der Schule bezahlst, deinem Weg in die Medien und Tradwives auf der Jagd nach Erlösung. All diese Themen wurden von Creator*innen wie Suraj Mailitafi, nessadhs, Susi (@keine.erinnerungskultur), Helena (@hierhelena) oder Lili Vogelsang, Aktivist*innen wie Theresia Crone, Carolin Hochstrat oder Luna Möbius sowie diversen Expert*innen aus Wirtschaft, Bildung und Business auf Augenhöhe an die Besuchenden vermittelt.
Wieder ausgebucht!
Auch dieses Jahr war die TINCON wieder ausgebucht! Großen Andrang fand unter anderem der Programmpunkt, der sich mit Dark Romance und der Übertragung eines digitalen Genres aufs Analoge befasste. Ein Genre, was online auf eigenen Plattformen und nach eigenen Regeln funktioniert, wird nun auf dem Buchmarkt in die Massen gespielt. Was nicht immer unproblematisch ist. Wie diese Übertragung funktionieren kann und ob es sie überhaupt geben sollte, hat Yasmina Benz in ihrem Talk genauer untersucht.
Auch off stage gab’s viel zu erleben
Doch nicht nur Talks bildeten das Programm der TINCON. Genauso wichtig waren die interaktiven Angebote, die es im WoW! Space, im Loft und im Außenbereich gab. In Spielen wie “Ein ganz normales Ankleidespiel” wurden die Besuchenden mit Diskriminierung von Frauen anhand von Kleidung konfrontiert und im VR Game “UNHOME” konnten Ausschnitte zeigen, wie Menschen Obdachlosigkeit erleben.
Die jungen Menschen konnten aber auch selbst kreativ werden und im Klamotten Upcycling Kleidungsstücken ihren eigenen Touch verleihen oder mit Nadel und Faden ein TINCON Banner sticken.
Es gab außerdem ein neues erstes Mal mit der TINCON Trinket Box. Über die drei Tage konnte fleißig Krimskrams über die Box getauscht werden: Man bringt eine Kleinigkeit oder eben Krimskrams mit, legt das in die Box und darf sich dafür etwas herausnehmen. Malina Florentina hat den Trend aus den USA nach Deutschland geholt und auch für die TINCON eine Box gebastelt.
Bleibt nur zu sagen: Danke, dass ihr dabei wart! Wir können die nächste TINCON kaum erwarten!
(service post 🙂↕️: Die nächste TINCON ist vom 22. bis 23. September in Hamburg)
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DIY, Workshops und ganz viele Games warten auf dich.
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