Meyad Sarsour-Ndaye
Lehrerin & Bildungsberaterin
Die Palästinenserin Meyad Sarsour-Ndaye hat Women and Genderstudies und Sonderpädagogik in Tel Aviv studiert. Sie unterstützte als Lehrerin und Bildungsberaterin arabische taube und taub-blinde Kinder, Jugendliche und ältere Menschen, und setzte sich vor allem für Bildung bei tauben Frauen, deren Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit ein. Sie half Sprachwissenschaftler:innen, die Dorfgebärdensprache ihres Geburtsortes Kafr Qasim zu erforschen, so dass diese vor ihrem Aussterben noch dokumentiert werden konnte. Dann kam sie jedoch der Liebe wegen nach Deutschland und arbeitet nun in einem Jugendclub für taube Jugendliche und hält Vorträge über taube Menschen in Palästina und Israel.
Q&A: Meine Flucht & meine Zukunft: Gebärdend Generation Z-Probleme bewältigen
Aya Schikh und Michel Dahdal überlegen gerade wie Millionen andere Teenager in Deutschland, wie ihr Leben weitergeht. Aber sie stehen vor noch größeren Herausforderungen als die meisten ihrer Generation. Denn sie sind aus Al-Darbasiyah, dem Nordosten Syriens, und aus Damaskus nach Deutschland geflüchtet. Die Moderatorin Meyad Sarsour-Ndaye kam wegen der Liebe nach Deutschland und ist neugierig, etwas über den Lebensweg dieser beiden jungen Menschen zu erfahren. Sie interessiert nicht nur das Leben im Krieg und die Fluchterlebnisse von Aya und Michel, sondern auch die Herausforderungen, denen sie sich jetzt hier stellen müssen. Wie unterscheiden sich ihre Zukunftsträume von den Lebensentwürfen der Generation Z in Deutschland und was verbindet sie? Eine Gemeinsamkeit haben die drei schon mal: Sie sind taub, unterhalten sich in der Deutschen Gebärdensprache, die sie alle neu erlernen mussten, vermissen vieles aus ihrer Heimat und sind alle sehr motiviert, sich in Deutschland eine neue Zukunft aufzubauen.