Ihr kennt die Straßeninterviews auf TikTok. Sie wirken roh, nahbar und geben (jungen) Stimmen Raum. Worüber man sich aber bewusst sein muss: Die Person hinter dem Video entscheidet, welche Antworten reingeschnitten werden und welche nicht. So nutzen rechtsextreme Akteur*innen das Format, um ihre Botschaften emotionalisiert zu verbreiten: manipulativ geschnitten, suggestiv gefragt, scheinbar „echt“. Wir reden darüber, warum Straßeninterviews auf TikTok sowohl empowern als auch manipulieren können. Wie erkenne ich, wenn mir ein Clip eine Meinung unterjubeln will? Wie lassen sich KI-generierte Straßeninterviews enttarnen? Und was bedeutet es für die Person vor der Kamera, wenn sie vorgeführt oder sogar zum Meme wird? Wir schauen uns aktuelle Beispiele an, sprechen über Schutz, über die Wirkung auf unser Denken – und stellen die Frage: Wie können wir uns wehren, damit das Internet nicht den Rechten überlassen wird und ein spannendes Genre nicht gekapert wird?