Die Situation in Israel und Palästina hat längst auch die deutschen Klassenzimmer erreicht. Viele junge Menschen sind von den israelischen Kriegshandlungen* im Gazastreifen betroffen - vor allem diejenigen mit biographischem oder regionalem Bezug. Die Bilder von Tod und Zerstörung erreichen sie ungefiltert auf ihren Smartphones. Gleichzeitig erleben viele sowohl politisch als auch im eigenen sozialen Umfeld eine große Verunsicherung in der Thematisierung dieser Gewalt, eine scheinbare Ungleichwertigkeit von Menschenleben und eine Delegitimierung des Einsatzes gegen die Gewalt. Insbesondere persönlich involvierte junge Menschen, sind somit mehrfach betroffen - von der eskalierenden Gewalt vor Ort und dem verbreiteten antipalästinensischen Rassismus und israelbezogenen Antisemitismus hierzulande. In diesem 90-minütigen Workshop nehmen wir aktuelle Erscheinungsformen dieser Diskriminierungen in den Blick und fragen, wie sie sich im gesellschaftlichen und schulischen Kontext äußern – und wie sie sich auf Betroffene auswirken. Anhand konkreter Fallbeispiele reflektieren wir auch die Grenzen und Möglichkeiten pädagogischen Handelns im Umgang mit dem Thema.
*Anmerkung: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Programms (20.10.2025) gilt ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas; der Krieg und ihre Folgen prägen aber weiterhin das Erleben vieler Jugendlicher.
Service-Hinweis: Dieser Workshop ist für Lehrkräfte. Sie können Ihre Klasse zur TINCON anmelden und während des Besuchs der Konferenz am Workshop wahrnehmen. Die Workshopanmeldung erfolgt via Eventbrite, den Link zur Anmeldungen erhalten Sie nach Ticketbuchung per Email.