Der Krieg zwischen den USA und dem Iran läuft nicht nur mit Raketen und Drohnen - sondern auch mit Videospielen: Militärische Erfolge werden mit Gaming-Ästhetik gefeiert und Videos aus dem Kriegsgebiet mit Szenen aus Call of Duty zusammengeschnitten. Monate zuvor kündigte die US-Grenzbehörde Pikachu als neuen Rekruten auf X.com an. Diese Strategie folgt einer bestimmten Logik: Propaganda, die nicht argumentiert, sondern über Wiedererkennbarkeit, Ironie und Popkultur funktioniert. Und das mit Erfolg. Tech- und Gaming-Journalist Ilyass Alaoui analysiert die Mechanismen dieser Propaganda. Warum bietet sich Gaming dafür so gut an? Welche Ziele verfolgt sie und wo hat sie ihren Anfang genommen?