Verena Tiedau
Medienpsychologin & Creatorin
Verena ist Medienpsychologin, Poetry Artist, Moderatorin und Content Creatorin. Sie hat ihr Masterstudium im Oktober 2025 mit einer Studie zu rechtspopulistischen Frauenbildern mit Auszeichnung abgeschlossen: In tiefenpsychologischen Interviews mit AfD-Sympathisantinnen der Gen Z untersuchte sie, warum sich junge Frauen von rechten Narrativen angezogen fühlen. Seit ihrem Abschluss vermittelt sie als freie Dozentin Themen wie Postfaktizismus, Desinformation, Kl und demokratische Medienkompetenz an Student*innen.
Neben der Wissenschaft steht sie seit 2023 als Poetry Slammerin auf Bühnen und verbindet Gesellschaftspolitik, Feminismus und Identitätsfragen mit persönlichen Erfahrungen. 2024 wurde sie Poetry Slam-Landesvizemeisterin in Schleswig-Holstein. Zwischen Kunst, Popkultur und Wissenschaft will sie Menschen emotional berühren und ermutigen, mit ihrer Stimme für sich und unsere Gesellschaft laut zu werden. Mit dem @booyz.club übersetzt sie ihre Vision in gesellschaftspolitischen Content, der sich für eine neue Form von Austausch und Verantwortung zwischen den Geschlechtern einsetzt.
Talk: Gen Z Tradwives auf der Jagd nach Erlösung: Die emotionale Macht rechtspopulistischer Frauenbilder
Die neue AfD-Jugend profiliert sich mit der Professionalisierung ihrer Jugendarbeit als „Kaderschmiede“ der Zukunft. Tradwives erobern Social Media. Die AfD selbst sowie ihre Vorfeldorganisationen wie "Lukreta" gewinnen bei Frauen an Zuspruch. Warum fühlen sich ausgerechnet junge Frauen von einem Narrativ angezogen, das ein hierarchisches und antifeministisches Frauenbild propagiert und damit gleichberechtigte Grundsätze zwischen den Geschlechtern destabilisiert? Der Vortrag zeigt spannende Erkenntnisse aus tiefenpsychologischen Interviews mit AfD-Sympathisantinnen der Gen Z und richtet den Blick auf ihr Innenleben: Existenzängste, Schutzbedürfnisse, Ideal- und Feindbilder. Die Studie kann zeigen, wie sich diese Frauen nach Unterordnung sehnen und dennoch alles andere als unterdrückt und passiv auftreten. Der Beitrag lädt dazu ein, weibliche Radikalisierung jenseits von Schuldzuweisungen zu verstehen und zu diskutieren: Wie können wir gemeinsam einen zukunftsfähigen Gegenentwurf für eine digitaler und rechter werdende Generation entwerfen, wenn wir die Demokratie und ihre Freiheit für alle Geschlechter nicht aufgeben wollen?
Dieser Programmmpunkt ist Teil des gemeinsamen Programms der TINCON x re:publica 26.