Die neue AfD-Jugend profiliert sich mit der Professionalisierung ihrer Jugendarbeit als „Kaderschmiede“ der Zukunft. Tradwives erobern Social Media. Die AfD selbst sowie ihre Vorfeldorganisationen wie "Lukreta" gewinnen bei Frauen an Zuspruch. Warum fühlen sich ausgerechnet junge Frauen von einem Narrativ angezogen, das ein hierarchisches und antifeministisches Frauenbild propagiert und damit gleichberechtigte Grundsätze zwischen den Geschlechtern destabilisiert? Der Vortrag zeigt spannende Erkenntnisse aus tiefenpsychologischen Interviews mit AfD-Sympathisantinnen der Gen Z und richtet den Blick auf ihr Innenleben: Existenzängste, Schutzbedürfnisse, Ideal- und Feindbilder. Die Studie kann zeigen, wie sich diese Frauen nach Unterordnung sehnen und dennoch alles andere als unterdrückt und passiv auftreten. Der Beitrag lädt dazu ein, weibliche Radikalisierung jenseits von Schuldzuweisungen zu verstehen und zu diskutieren: Wie können wir gemeinsam einen zukunftsfähigen Gegenentwurf für eine digitaler und rechter werdende Generation entwerfen, wenn wir die Demokratie und ihre Freiheit für alle Geschlechter nicht aufgeben wollen?
Dieser Programmmpunkt ist Teil des gemeinsamen Programms der TINCON x re:publica 26.