TINCON Berlin 2017 | 23–25. Mai 2017, Kraftwerk

Sprecher*innen

Archiv der Jugendkulturen

Kompetenzzentrum für Jugendkultur

Foto von Archiv der Jugendkulturen

Das Archiv der Jugendkulturen ist ein Informations- und Kompetenzzentrum für Jugendkulturen. Es sammelt, erforscht und vermittelt seit 1998 Kenntnisse zu Jugendkulturen und deren Lebenswelten. Dabei verfolgt es den Anspruch, eine von Werturteilen freie, dennoch kritische und differenzierte Auseinandersetzung mit Jugendkulturen und Szenen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck betreiben wir eine Präsenzbibliothek in Berlin, publizieren zu Jugendkulturen, beraten Ministerien und andere Organisationen, setzen Workshops mit Szeneangehörigen für Kinder und Jugendliche zu Musik, Kunst, Tanz oder Mode um und widmen uns intensiv der politischen und kulturellen Bildung von benachteiligten Jugendlichen. Seit 2003 gibt es für Jugendliche, Erwachsene und Multiplikator_innen zahlreiche Fortbildungen und Workshops. Ziel ist es, jugendkulturelle Vielfalt fundiert und authentisch zu vermitteln, das Bewusstsein für politische Themen zu schärfen, tolerante Haltungen zu unterstützen und einen Beitrag zur Gewalt- und Rechtsextremismusprävention zu leisten. Die Veranstaltungen finden bundesweit statt, bis jetzt haben mehr als 30.000 Jugendliche und Erwachsene an dem Bildungsangebot teilgenommen.

Panel: Otaku, Weaaboo und die schwarze Sailor Moon – Identitätsfragen in der Cosplayszene

Cosplay bietet eine unglaubliche Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten. Sie setzt eine Identifikation und Bezugnahme auf fiktive Gestalten voraus, um für die Cosplayer neue und Selbstbewusstsein-schaffende Erfahrungen möglich zu machen. Doch die jugendliche Cosplay-Szene wird von außen auch oft angefeindet und sie ist nicht immer selbst frei von Diskriminierungen, bei denen Menschen wegen tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale ausgeschlossen und angegriffen werden.
Das Archiv der Jugendkulturen e.V. lässt jugendliche Cosplayer*innen auf der TINCON-U21-Diskussionsbühne selbst zu Wort kommen: über (Anti-)Diskriminierung in der Szene, über die Vielfalt der echten und imaginären Welten und Kulturen, die bei Cosplay einander begegnen und was das eigentlich alles mit Japan zu tun hat.

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Workshop: Stenciln und Sprayen gegen Anti-Muslimischen Rassismus

Hier wird gesprüht, was das Zeug hält. Mit erfahrenen Sprayern könnt ihr selbst mit Stencils gegen den Hate sprühen. Und mehr erfahren über das Do-it-yourself-Intervention-Set „Stop AMR“ des Archivs der Jugendkulturen, welches hier zur Anwendung kommt. Antimuslimischer Rassismus oder kurz AMR ist ein Rassismus, der sich gegen Menschen richtet, denen das Label „Muslim*a“ gegeben wird. AMR, online und offline, ist verbunden mit „besserem Wissen“ über Islam und Muslime, Unterstellungen aufgrund des Muslim-seins und Ansprüchen gegenüber den als „Muslim*a“ gelabelten Menschen. Der Graffiti-Action-Stand STOP AMR des Archivs der Jugendkulturen auf der TINCON gibt euch die Möglichkeit, jugendkulturelle Techniken wie Sprayen und Stenciln zu erproben, um euch gegen die Vermittlung von Fremdheit und Unerwünschtheit zu wenden. Bringt eure eigenen T-Shirts und Beutel mit und besprüht sie selbst!

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