Leyla Jansen
Bürgerin der Welt
Leylas erste große Liebe war das Tanzen und die zweite Selena Gomez. Wenn es die Studiengänge Netflix und veganes Essen geben würde, dann wäre sie Professorin. Weil Leyla alles, was sie erlebt, auf Feindlichkeiten gegen marginalisierte Gruppen analysiert und danach gerne ihrem Ärger Luft lässt, lässt sich das auch mit ihrer Passion zum Diskutieren vereinbaren. Und weil ihr ungewollt 4 Nationalitäten zugeschrieben werden, zu denen sie sich nicht wirklich zugehörig fühlt, wohnt ihr Herz in New York. Angetrieben von ihrem antikapitalistischen und gerechten Wertesystem und ihrem großen Herzen versprüht sie überall Liebe, öffnet die Augen für neue Blickwinkel und lacht am lautesten über schlechte Witze.
Talk: Deutsch oder nicht deutsch - Das sind doch alles bürgerliche Kategorien
Leyla hat italienische, russische und libanesische Wurzeln, spricht aber keine der Sprachen und war auch noch in keinem der Länder länger als 2 Wochen. Sie fühlt sich nicht deutsch, aber auch nicht italienisch, russisch oder libanesisch genug, um sich so zu bezeichnen. In ihrem Talk geht es um das Gefühl, wenn man gefragt wird, ob im Libanon eigentlich alle Frauen unterdrückt sind oder wie man zu Putin steht. Man hat das Gefühl, dass man die Antwort kennen sollte, tut's aber nicht. Leyla will darüber aufklären, dass Herkunft nicht mit Erfahrung gleichzusetzen ist und dass es in Ordnung ist, wenn man sich mit den zugeschriebenen Nationalitäten nicht identifizieren kann. Nur weil die Welt von einem erwartet, in bestimmte Schubladen zu passen, muss man sich selbst nicht hineinzwängen.