TINCON Berlin 2026 | 18–20. Mai 2026, STATION Berlin

Sprecher*innen

Sonja Peteranderl

Journalistin & Gründerin BuzzingCities Lab

Foto von Sonja Peteranderl

Sonja Peteranderl ist investigative Journalistin und Gründerin des BuzzingCities Lab, eines Think Tanks, der sich auf Gewalt, Kriminalität und die Auswirkungen von Technologie konzentriert, sowie der School of Conflict & Peace. Sie berichtet über organisierte Kriminalität, urbane Gewalt, illegale Märkte, geschlechtsspezifische Gewalt, digitale Gewalt, Sicherheit/Policing und Technologietrends – von Predictive Policing bis zu krimineller Innovation – für Team Recherche, SWR Vollbild, Zeit, Spiegel oder AlgorithmWatch. Als Gastwissenschaftlerin und Journalistin in Residence an der Humboldt-Universität zu Berlin im BioMaterialities-Projekt untersucht sie Umweltkriminalität in Lateinamerika und die Rolle von High-Tech. Sie arbeitete als Redakteurin am Auslandsdesk von DER SPIEGEL, als Lateinamerika-Korrespondentin für DER SPIEGEL mit Sitz in Tijuana, Mexiko, als Technologie-Redakteurin bei DER SPIEGEL, als Senior Editor bei WIRED Germany sowie als freie Auslandskorrespondentin und Reporterin für deutsche und internationale Medien – mit Berichten aus verschiedenen Ländern Lateinamerikas, den USA und China. Als Fellow für algorithmische Rechenschaftspflicht bei AlgorithmWatch untersuchte sie die Auswirkungen von Algorithmen auf Polizei und Justiz.

Panel: Twitch statt Therapie? Wie neue Digitalformate junge Männer erreichen

Mädchen und Frauen sind häufiger tödlicher Beziehungsgewalt ausgesetzt, doch auch Jungen und Männer erleben sexualisierte Gewalt, Stalking und Beziehungsgewalt. Für ihre Erfahrungen gibt es noch zu wenig Sichtbarkeit, kaum Vorbilder, die mit Tabus brechen. Wie wichtig dies ist, zeigt die Netflix-Serie „Baby Reindeer“, die sexualisierte Gewalt gegen einen Mann thematisiert – nach ihrer Ausstrahlung wandten sich in Großbritannien mehr junge Männer an Beratungsstellen. Beratungsangebote oder Schutzunterkünfte speziell für Männer sind selten und viele Jungen und Männer scheuen sich, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Expert*innen zufolge fällt es Männern aufgrund traditioneller Geschlechterrollen oft noch schwerer als Frauen über Gewalt zu sprechen oder eine Therapie zu machen. Junge Männer in der Krise können auch anfällig für Frauenhass und Radikalisierung sein. Investigativjournalistin Sonja Peteranderl, die das Problem in der SWR Vollbild Doku "Männer als Opfer" beleuchtet, diskutiert mit dem Youtuber Clemens Korella, dem Psychologen Elias Jessen und Officer Mara vom Twitch Team der Polizei Hannover über neue digitale Angebote für junge Männer.

Dieser Programmmpunkt ist Teil des gemeinsamen Programms der TINCON x re:publica 26.

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