Mareike Stürenberg
Researcher
Als Sozialwissenschaftlerin widmet sich Mareike der Analyse digitaler Strategien der extremen Rechten, mit einem besonderen Fokus auf deren gezielte Instrumentalisierung von Gaming-Communitys. Als leidenschaftliche Gamerin ist sie überzeugt, dass Gaming mehr ist als bloßes Freizeitvergnügen, es bildet einen bedeutenden sozialen Raum, der ein tieferes gesellschaftspolitisches Verständnis verdient. In den letzten vier Jahren sammelte sie als Referentin im Monitoring bei der Amadeu Antonio Stiftung wertvolle Erfahrungen. Aktuell arbeitet sie an ihrer Promotion an der Universität Tübingen.
Talk: Modding the Discourse: Rechte Angriffe auf Repräsentation im Gaming
Mods wurden oft genutzt, um Inklusivität zu fördern, indem sie Lücken in der Repräsentation schlossen und problematische Darstellungen innerhalb von Spielnarrativen korrigierten. In den letzten Jahren ist jedoch ein besorgniserregender Trend aufgetreten: die gezielte Entfernung von diverser Repräsentation aus Videospielen durch Modifikationen.
Mareikes Talk beleuchtet Mods, die darauf abzielen, Diversität zu reduzieren und die Repräsentation innerhalb fiktiver Welten zu vereinheitlichen. Sei es durch das „Whitewashing“ von Videospielcharakteren, die Reproduktion traditioneller Geschlechterrollen, das Entfernen von homosexuellen Romanzen und oder das (aus)löschen von Trans-Figuren. Im Kern geht es um das Entfernen von allem, was von einigen Spielenden als "anders" und daher als "politisch" wahrgenommen wird. Indem diese Mods im Kontext des Diskurses um Politik und Videospiele betrachtet werden, trägt dieser Talk zu einem differenzierten Verständnis der sich wandelnden Gaming-Kultur bei.
Dieser Programmmpunkt ist Teil des gemeinsamen Programms der TINCON x re:publica 25 anlässlich des diesjährigen Mottos Generation XYZ.