Elliott Tender
YouTuber
Elliott Tender plädiert auf seinem gleichnamigen YouTube-Kanal für einen selbstreflektierenden Umgang mit persönlichen Gedanken und Gefühlen, widmet sich aber auch gerne Themen wie psychischen Erkrankungen, Feminismus, Queerness und Alltagsproblemen. Als Dorfkind diente das Internet bis zu seinem 18ten Lebensjahr dabei als Haupt-Bezugsquelle, dabei schlägt sein Herz eigentlich eigentlich für Punk-, Indie- und Emo-Musik, durch die er sich einem Hang zur Gesellschaftskritik und Menschlichkeit nicht entziehen konnte. Elliott lehnt viele gesellschaftliche Konventionen ab und betrachtet unter anderem die gesellschaftlichen Vorstellungen von Liebe, Romantik, Sexualität und Geschlecht sehr kritisch.
Panel: Sexismus im Netz
Wenn wir über Sexismus und Feminismus reden, kommt den meisten wahrscheinlich zuerst die Emanzipation von weißen Frauen in den Kopf. Dabei gehen moderne feministische Bewegungen längst nicht mehr nur um die Bestärkung von Frauen, sondern von gesellschaftlich definierter Feminität im allgemeinen. Schließlich betrifft Sexismus auch alle, die als »nicht männlich genug« wahrgenommen werden. Dazu zählen trans* und nicht-binäre Personen, die für die Anerkennung ihres Geschlechtes regelrecht kämpfen müssen. Schwule, Bisexuelle und andere Menschen abseits der heterosexuellen Norm, die mit abwertenden Blicken gestraft werden, wenn sie nicht in starre Geschlechterklischees passen. Vielleicht sogar dein heterosexueller bester Freund, der einfach gerne Make-Up trägt und nicht unbedingt für Fußball und Autos zu begeistern ist. Die Abwertung von Weiblichkeit endet auch dort nicht, wo Menschen sich nicht als Frauen definieren. Suzie Grime und Elliott Tender machen in diesem Panel deutlich, wie Sexismus im Alltag des Onlinegeschehens angekommen ist und ein breites Spektrum der unterschiedlichsten Individuen in Mitleidenschaft zieht.