Juliet Reichert
Aktivistin
Juliet singt, ist Schauspielerin und - nur um gleich alle Klischees zu widerlegen - beschäftigt sich ansonsten hauptsächlich mit Politik und Menschenrechten. Sie ist einer der Chairs der Berlin Model United Nations und war im letzten Jahr dafür verantwortlich, sich über das Thema Überwachung im Internet firm zu machen und hierzu eine Haltung zu entwickeln. Wir waren sehr beeindruckt. Für die TINCON und das bucerius lab der ZEIT-Stiftung hat Juliet mit anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Neuauflage einer „Menschenrechtscharta im Digitalen Zeitalter“ entwickelt. In was für einem Internet wollt ihr leben? Welche Antworten das Team auf diese Frage gefunden hat, stellt Juliet euch auf der TINCON selbst vor.Die Berlin Model United Nations (kurz: Bermun) haben übrigens nichts mit Models á la Heidi Klum zu tun. Auf der Veranstaltung treffen sich Schüler aus verschiedenen Ländern, um über Weltpolitik zu diskutieren.
: Menschenrechte 2.0
Die Allgemeine Deklaration der Menschenrechte nach dem Zivilisationsbruch 2. Weltkrieg war ein großer Schritt nach Vorne für das internationale Miteinander. Das Internet war da natürlich noch in weiter Ferne. Wie müssten also Menschenrechte im Hinblick auf das Digitale neu formuliert werden? Und wer wäre besser geeignet, diese Frage zu beantworten als ihr, die Digital Natives? Im Vorfeld der TINCON hat sich - im Auftrag des Bucerius Labs eine Gruppe Jugendlicher im TINCON-Büro getroffen, um eine "Junge digitale Menschenrechtscharta" zu entwickeln- und jetzt ist sie soweit dass sie ans Tageslicht kann!
Juliet Reichert und das Team stellen euch Gedanken dazu vor, ob es eigentlich ein "Recht auf Offline" gibt, wie wir wildgewordene Algorithmen regulieren- und wie man eventuell sogar das Urheberrecht ein bisschen liberaler gestalten könnte.