Dennis Leiffels
Journalist, Y-Kollektiv
Dennis Leiffels leitet das Reportageformat Y-Kollektiv für funk (ARD/ZDF) und ist Mitbegründer der sendefähig GmbH in Bremen und Berlin. Er ist „ein schwer in Schubladen zu steckender Digitaldenker“, schreibt das Medium Magazin. Als freier Journalist berichtete er sieben Jahre lang als crossmedialer Reporter bei Radio Bremen für die ARD-Tagesschau, das ARD-Morgenmagazin und das Regionalmagazin buten un binnen. Er entwickelte innovative YouTube-Formate wie den ARD-Netzreporter, die ARD-wochenwebschau und begleitete für Radio Bremen die Entstehung von funk. Als Autor vor und hinter der Kamera berichtet er über Politik, Zeitgeschehen und spezialisierte sich auf Rechtsradikalismus und Salafismus. In Bremen studierte er Journalistik und machte zuvor eine IT-Ausbildung.
Panel: Hate Speech vor Gericht bringen
Mit 17 Jahren wird Max O. gestalkt. Ein unbekannter Mann schickt ihm Beleidigungen, Morddrohungen und outet ihn öffentlich als homosexuell. Erst vier Jahre später steht sein mutmaßlicher Stalker vor Gericht, weil die Polizei die Brisanz viel zu spät erkannt hat. Y-Kollektiv-Journalist Dennis Leiffels meint deshalb, das Internet sei häufig ein rechtsfolgenfreier Raum. Christoph Hebbecker kennt ähnliche Fälle von der anderen Seite: Er ist Staatsanwalt und arbeitet in der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen. Er wolle den Hass im Netz nicht nur löschen, sondern auch strafrechtlich verfolgen. Zusammen mit Anna Breithausen diskutieren sie: Wie wollen wir mit Hate Speech oder Stalking-Fällen umgehen? Und welche Schritte kann man bei Straftaten im Netz einleiten?