TINCON Hamburg 2019 | 20. September 2019, Kampnagel

Sprecher*innen

Tracy Osei-Tutu

Künstlerische Aktivistin "Demokratische Stimme der Jugend". Politikstudentin. Petitionsstarterin.

Foto von Tracy Osei-Tutu

Tracy Osei-Tutu hat ghanaische Wurzeln, ist 21 Jahre alt, studiert Politikwissenschaft in Berlin ist künstlerische Aktivistin. Beispielsweise ist sie aktiv beim "Demokratische Stimme der Jugend e.V." und setzt sich gegen Rassismus und Kolonialismus ein. Sie engagiert sich für eine Welt, in der jeder Mensch sein Potential entfalten darf, Gestalter*in seines*ihres Lebens sein und in Frieden leben kann. Da haben Rassismus, Sexismus, Adultismus (die Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen aufgrund ihres Alters) etc. keinen Platz! Deshalb ist Empowerment sehr wichtig für Tracy.

Nach ihrer Aktion zivilen Ungehorsams in der Kuppel des Bundestags habt sie außerdem eine Petition für ein echtes Mitspracherecht der jungen Generation auf change.org gestartet, mit der sie 50.000+ Unterschriften sammeln konnte. Außerdem ist es ihr wichtig, die Impulse der momentanen Proteste in unser politisches System zu integrieren und unseren Demokratiebegriff, den wir ja ach so gerne exportieren, ernst zu nehmen und zu challengen. Aus diesem Grund braucht es für Tracy rechtliche Änderungen, die wirklich Schritte in Richtung Freiheit und Mündigkeit sind. (Stichwort: Wahlaltersenkung oder Deutscher Jugendrat)

Panel: DIE DA OBEN: Wahlrecht ab 18 - ist das noch fair?

Wer was wie wählen darf, hat sich in Deutschland (wie überall) ständig geändert. Mit alten, reichen Männern fing‘s an, mit jüngeren ging‘s weiter. Irgendwann durften auch Frauen wählen und seit 1975 alle Bundesbürger*innen, die 18 Jahre alt sind.
Aber nach welchen Kriterien wird das eigentlich festgelegt? Deutschland ist nach Japan das Land mit dem höchsten Durchschnittsalter weltweit. Wäre es da nicht nur fair, sondern höchste Eisenbahn, der jungen Generation mehr Stimme zu geben und das Wahlalter zu senken? Manche Bundesländer haben‘s gemacht und in Österreich darf man schon seit 2007 ab 16 wählen.
Wie seht ihr das? In dieser interaktiven Diskussionsrunde ist nicht nur Platz für „Die da Oben“, sondern für alle, die mitmischen wollen: für euch!

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Talk: Der "Sunken Place": Selbstablehnung als Schwarzkopf unter Almans

Menschen, die einer gesellschaftlichen Minderheit angehören, erleben manchmal die Phase des sogenannten "Sunken Places". So nennt man es, wenn jemand das Bewusstsein über die eigene Identität verliert und so beginnt, sich selbst zu verleugnen, um sich der Mehrheit anzupassen. So versuchen Menschen in dieser Phase beispielsweise, ihren eigenen Slang zu unterdrücken oder verbergen ihren Musikgeschmack. In Extremfällen kommt es durch die eigene Andersartigkeit sogar zu Selbstablehnung oder auch Selbsthass.
Gemeinsam mit Tracy Osei-Tutu, Yeboah und Duygu Gezen werden die Jungs vom Kanackische Welle Podcast über ihre eigenen Erfahrungen mit diesem Thema sprechen und auch einen konkreten Test aufstellen, mit dem ihr feststellen könnt, wie tief ihr auf der "Sunken Place Phasenskala" gesunken seid. Außerdem erklären sie, wie ihr aus einer solchen Phase wieder herauskommen könnt.

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