„Es gibt tausende Möglichkeiten, herauszufinden, welcher Beruf zu einem passt” — Noel Lang im U21-Interview

von U21

29.5.2017

Noel Lang macht eine Ausbildung zum Fachinformatiker und dreht ansonsten Videos für seinen YouTube Kanal — von Stop Motion Videos mit Lego, über Let’s Plays bis hin zu Meinungsblogs. Er beschäftigt sich viel mit dem „Und was mach’ ich jetzt?” nach dem Schulabschluss. Denn: die Möglichkeiten können überwältigend sein!  Noel erzählt in seinem Talk auf der TINCON Berlin, was einen nach der Schule so alles erwarten kann. Im U21-Interview stand uns der 16-Jährige vorab Rede und Antwort.

U21: Wie bekommen wir als Schüler*innen eigentlich einen Überblick darüber, was wir nach der Schule so machen können? Man hat das Gefühl, es gibt tausende Möglichkeiten. Wie findet man denn den passenden Weg für sich? Wo können wir uns informieren?

NL: Oh, da gibt es tausende Möglichkeiten. Vielleicht nicht ganz, aber kommt hin. Ein guter Ansprechpartner ist die Bundesagentur für Arbeit. Man kann zum Beispiel einen Termin zur Berufsberatung vereinbaren, bei dem dich dann ein Mitarbeiter anhand deiner Interessen, Hobbies etc. berät und dir dann zeigt, was zu dir passen könnte. Aber die haben auch ’ne Website, auf der man sehr viele Informationen findet – und gut sieht die auch noch aus. Auch sind Lehrer, Freunde, Familie gute Ansprechpartner, weil die haben das ja alle schon mal durchgemacht. Und sonst, klar: Google.

U21: Du machst im Moment eine Ausbildung zum Fachinformatiker. Wusstest du schon länger, dass du eine Ausbildung machen willst oder hast du dich erst kurzfristig dazu entschieden? Kannst du uns einen Tipp geben, was hilft, damit wir uns zwischen Studium und Ausbildung entscheiden können?

NL: Ich wusste auf jeden Fall, dass ich irgendwas Richtung Medien machen wollte. An erster Stelle stand bei mir der Mediengestalter für Bild und Ton, Videoschnitt und so’n Zeug. Hat dann leider nicht geklappt, deswegen habe ich mich als Fachinformatiker beworben. Beides geile Berufe, aber auch beides stand bei mir schon länger fest, so seit der 9. Klasse, glaube ich. Wer viel Praxis will, der sollte eine Ausbildung machen, da bist du wirklich vor Ort im Betrieb, wirkst am Tagesgeschäft mit und verdienst erstes eigenes Geld. Ein Studium ist meistens theoretischer, dafür sind die Themen natürlich auch komplexer.

U21: Wirst du in deinem Talk auch Vor- und Nachteile von FSJ, FÖJ, BufDi, Work and Travel, Auslandsjahre, etc. einbeziehen?

NL: Ich versuche auf so viel wie möglich einzugehen, so dass die Leute einen groben Überblick bekommen und sich zu den Themen, die sie am stärksten angesprochen haben, mehr Informationen raussuchen können.

U21: Was ist dein absoluter Traumjob?

NL: Rentner. Nein, Spaß. Mein absoluter Traum wäre es, meine eigene Softwarefirma im Silicon Valley zu leiten.

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