Die TINCON geht im Kraftwerk Berlin in die dritte Runde

Vom 23.-25. Juni 2017 startete zum dritten Mal die TINCON diesmal im Kraftwerk in Berlin.Das erste Festival für digitale Jugendkultur für alle zwischen 13 und 21 Jahren bot den Teilnehmenden an drei Tagen über 200 Stunden Programm mit mehr als 120 Sprecher*innen. 

Auf zwei verschiedenen Bühnen drehte sich das ganze Wochenende alles um die Themen Code, Technik & Games, Bildung & Science, YouTube, Kultur, Musik & Lifestyle, Politik & Gesellschaft. Die U21-Bühne, die dieses Jahr erstmals dazu kam, wurde unter Anleitung des TINCON-Teams nicht nur von Jugendlichen kuratiert und geplant sondern es traten auch nur Jugendliche auf dieser Bühne auf. Außerdem konnte man mit dem technischer Dienstleister satis&fy ein Projekt auf die Beine stellen, dass die Bühne von deren Auszubildenden betreut wurde. Somit lag die Bühne auch auf technischer Seite in jungen Händen.

Eine weitere Neuerung der diesjährigen TINCON Berlin war eine Kooperation mit der Streamingplattform Twitch, die alle Talks der Bühne 1 live übertrug. Somit hatte die TINCON teilweise bis zu 1.000 Zuschauer im Livestream, was die Kooperation zu einem großen Erfolg macht.

Auf der Bühne 1 startete die TINCON mit Sprechern, die sich mit dem Thema E-Learning beschäftigen. Sowohl The Simple Club als auch MrWissen2go haben YouTube Kanäle, die mit hilfreichen Videos Schüler dabei unterstützen für ihre Schulfächer zu lernen.

Mit Jugend gegen Aids e.V. und dem jugendrettet e.V. traten auf der U21-Bühen zwei sehr engagierte junge Initiativen hintereinander auf, die sich aktive für Veränderungen einsetzen. Lennart Falk von Jugend gegen Aids sprach in seinem Talk über seine Erfahrungen in der Aufklärungsarbeit an Schulen mit dem Projekt Positive Schule.

Sahra und Robin von jugendrettet e.V. sprachen über die Schwierigkeiten ihrer Mission im Mittelmeer, mit dem Schiff Juventa Geflüchtete vor dem Ertrinken zu retten.

Mit Marcella Hansch trat eine weitere sehr engagierte junge Frau auf, die sich für die Reinigung der Ozeane einsetzt und von ihrer Arbeit daran u.a. mit dem schwimmenden Müllsammler Pacific Garbage Screening in ihrem Talk berichtete.

Mit dem Titel Internet of (Shitty) Things trat Christoph Boecken auf und präsentierte dem sehr amüsierten Publikum, was für skurrile Gegenstände mit Internetzugang von Herstellern angeboten werden – neben Teddybären waren auch Gabeln oder Spülmaschinen darunter.

Jan Philipp Albrecht ist Abgeordneter der Grünen für Hamburg und Schleswig-Holstein und seit 2009 Abgeordneter des Europäischen Parlaments in Brüssel. Die Datenschutzgrundverordnung wurde von ihm besonders voran getrieben, weshalb es in seinem Talk eben darum ging und warum Datenschutz ein immer wichtigeres Thema ist und bleiben wird.

Besonders aktiv einbringen konnten sich die Jugendlichen in den Workshops und nach den Talks, nach denen immer Zeit gelassen war, auf alle Fragen der Zuschauer einzugehen und die Themen der Vorträge zu diskutieren. Darüberhinaus gab es eigene Ask Me Anything-Formate, wie hier im ausführlichen AMA mit Fynn Kliemann und Marie Meimberg in der funk Lounge:

In drei verschiedenen Areas wurden das ganze Wochenende zu den Themen Coding, DIY, Hacking oder auch Stricken oder Löten Workshops angeboten. Am Freitag konnte u.a. mit dem Kollektiv Open Roberta Roboter gebaut werden, oder mit Calliope Robotorrennen programmiert werden.

Den Abschluss des ersten Festivaltages bestritt die Rapperin Sookee mit einem Konzert. Danach gab es für die Jugendlichen die Möglichkeit in einem AMA alle Fragen zu stellen, die sie an die Musikerin hatten.

Fotos: Gregor Fischer/ Alice Plati

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